Hintergrundwissen: Ikonenmalerei in faksimilierter Bilderbibel von WK Wertkontor genießen

Die WK Wertkontor GmbH aus Gütersloh verkauft Luxusgüter. Aber nicht etwa zierliche Handtäschchen, edle Uhren oder schnelle Sportwägen, sondern Faksimiles alter Handschriften. WK Wertkontor spricht hiermit ein breites Publikum an, das nicht nur aus Kunst- oder Geschichtsliebhabern besteht, sondern vor allem auch aus Menschen, die einen Gegenstand erwerben möchten, der besonders und zeitlos zugleich ist. Einen Gegenstand also, der die Jahrhunderte überdauerte und auch zukünftig überdauern wird, ohne an Aktualität einzubüßen.

Unter den 14 Faksimiles finden sich einige Reproduktionen bekannter Bibeln. Neben einem Codex, der vom Kirchenvater Hieronymus übersetzte Texte des Neuen Testaments beinhaltet, und der Bilderbibel des Matthäus Merian ist außerdem die Bibel des Patricius Leo unter den faksimilierten Schmuckstücken christlichen Charakters. Alle drei Bibeln sind in verschiedenen Jahrhunderten und auf unterschiedlichen Territorien entstanden: Die Handschrift, die Texte des neuen Testaments zum Inhalt hat, im 13. Jahrhundert in Süditalien, die Merian-Bibel im 17. Jahrhundert auf deutschem Grund und die Bibel des Patricus Leo im 10. Jahrhundert in Byzanz.

Buchschatz aus dem Byzanz des 10. Jahrhunderts – die Bilderbibel des Patricius Leo

Die Bibel des Patricius Leo ist die älteste der im Sortiment vorhandenen Bibeln und unterscheidet sich von den anderen Bibeln vor allem hinsichtlich ihrer Herkunft. Patricius Leo, seines Zeichens Schatzmeister und Kammerherr, nach dem die Bibel benannt ist, ließ sie im 10. Jahrhundert in Byzanz anfertigen. Sie ist in griechischer Sprache verfasst. Darüber hinaus zeichnen sich ihre bildhaften Darstellungen dadurch aus, dass es sich hierbei um für den orthodoxen Glauben eigentümliche ikonenhaften Miniaturen handelt. Die Ikonen machen das faksimilierte Werk, das WK Wertkontor durch kundige Vertriebsmitarbeiter in einer geringen Auflagenzahl von nicht einmal 500 Faksimiles im heimischen Wohnzimmer des Kunden verkaufen lässt, zu einem Juwel der Buchkunst. Worum es sich bei diesen beeindruckenden und prächtig ausgestalteten Abbildungen, bei der sehr viel edle goldene Farbe zum Einsatz gekommen ist, handelt, erklärt WK Wertkontor.

Ikonenmalerei – die wichtigsten Fakten

Die Ikonenmalerei, die im orthodoxen Glauben bis heute Bestand hat, versteht man als eine Art religiöses Handwerk. Derjenige, der die Ikone „schreibt“, entweder ein Mönch oder ein anonymer Künstler, wird als ein Werkzeug Gottes angesehen. Aus diesem Grund bleiben die in zahlreichen Arbeitsstunden angefertigten Ikonen auch ohne Signatur. Wen stellt der Schreibende dar und was muss er beachten?

Mit Ikonen verehrt man im orthodoxen Glauben Heilige, zu denen man betet. Demnach verbildlichte man im Zuge der Ikonenmalerei entweder Christusikonen, Marienikonen oder Apostel- und andere Heiligenikonen. Neben den Personen, die sowohl im Alten als auch im Neuen Testament verwurzelt sind und welche die Ikonenmalerei gemäß bestimmter Prinzipien abbildet, stellte man beispielsweise auch Szenarien und Stationen aus dem Leben des jeweils verehrten Heiligen dar.

Bei der Anfertigung von Ikonen musste der sogenannte Ikonenschreiber bestimmte Merkmale berücksichtigen. Die wichtigsten Darstellungsmerkmale sind die folgenden: Im Mittelalter, in dem beispielsweise auch die Bibel des Patricius Leo aus dem Faksimilesortiment WK Wertkontors entstanden ist, gab es spezielle Typ- und Motivvorlagen, an denen sich der Mönch oder der Künstler beim Schreiben einer neuen Ikonen orientierte. Das führt dazu, dass sich die verschiedenen Ikonen in ihrer Darstellungsweise, genauer im Hinblick auf ihre Farbgebung, ihrer Gestik und Mimik, stark ähneln.

In der Ikonenmalerei sind vor allem Einzelikonen besonders beliebt. Diese sind stets frontal und längs der Achse abgebildet. Diese Darstellungsweise ist der Tatsache geschuldet, eine Beziehung zwischen der dargestellten Ikone und dem Betrachter herzustellen. Bezeichnend für die Ikonenmalerei ist zudem, dass zum Beispiel die Größe sowie die Proportionen, aber beispielsweise auch die Position des abgebildeten Heiligen nicht realistisch ist.

Interessiert man sich für Ikonenmalerei, so ist die faksimilierte Prachtedition der Bilderbibel des Patricius Leo ein Werk, das in keiner Liebhaberbibliothek fehlen sollte. Die insgesamt 13 ganzseitigen, ikonenhaften Miniaturen bilden die Heiligen auf die eigentümlich orthodoxe Weise ab.

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